Aktuell

Zürich, im Advent 2019

Fortfahren heißt immer: noch einmal mit dem Anfang anfangen.

K. Barth

Der Advent feiert den Zauber des Anfangs. Diese wunderbare Stimmung hat uns das ganze Jahr begleitet: Auch unsere Stiftung bricht neu auf – Bewährtes wird weitergeführt, Neues angegangen und, das wichtigste Element jeder Entwicklung: Gemeinschaft gehalten und gefeiert.

Und ob Querdenkerin, Brückenbauer, Komplize oder Über-den-Tellerrand-Gucker: Sie waren dabei! Sei es bei tiefgreifenden Auseinandersetzungen im St. Anna Forum mitten im Bahnhofsviertel, einem sonnigen Fest des Miteinanders im bunten Kreis Vier, oder beim eindringlichen Adventsgottesdienst mit der Herberge zur Heimat im Grossmünster: Wir danken von Herzen für spannende Anregungen, Ermutigung und kritische Diskussionen voller Herz.

Gemeinsam haben wir mit den Brückenbau-Stipendien spannende Initiativen kennengelernt und unterstützt, die auf sehr konkret anpackende Weise Licht und Hoffnung in die vielschichtige Zürcher Gesellschaft tragen. Wir freuen uns, diese Projekte fördern zu können, die in Zeiten zunehmender Vereinzelung und Abgrenzung neue Wege suchen, einander zu begegnen und füreinander einzustehen.

Eines der geförderten Projekte ist ein ganz besonderer Stadtrundgang. Er ist eigentlich konzipiert, um Armutserfahrungen aus weiblicher Perspektive sichtbar zu machen. Zugleich zeigt er in der Geschichte, die die neu ausgebildete Stadtführerin Sandra Brühlmann mit uns teilt, so viel mehr: Mut, Widerspruchsgeist, Kreativität, Durchhaltevermögen.

Der Rundgang zwingt fast dazu, uns mit uns selbst auseinanderzusetzen und öffnet die Tür zu einer neuen Perspektive, die über unsere alltäglichen Bezüge weit hinaus geht und diese, vielleicht, ganz neu ausrichtet: Worum geht es denn, eigentlich?

Er endet in der St. Anna Kapelle, als einzige in Zürich ursprünglich von einer Frau erbaut, um ein Zeichen zu setzen für ein mutiges Mit- und Füreinander. Und so schliesst sich ein weiterer Kreis des Neubeginns.

Eine Hoffnung stiftende Adventszeit im Zeichen einer Gemeinschaft, die auch nach dem 24. Dezember weiterhin Türen öffnet, wünscht Ihnen und Euch die

Stiftung der Evangelischen Gesellschaft des Kantons Zürich

Friederike RassIrene Gysel
Geschäftsführerin Präsidentin des Stiftungsrats