Weibliches Vergnügen und religiöse Normen – Geschichte eines Konflikts

Wir zeigen den viel diskutierten Film #Female Pleasure und stellen im Anschluss mit der Schweizer Regisseurin Barbara Miller und Islamwissenschaftlerin Amira Hafner Al-Jabaji die Frage nach den Bedingungen für einen freien, vergnüglichen Umgang mit weiblicher Sexualität und Selbstbestimmung – und welche Rolle Religionen dabei spielen.

Patriarchat und Religion sind historisch eng verknüpft. Eine folgenreiche Kombination auch für sexuelle Aufklärung und Selbstbestimmung, die bis heute wirksam ist. Der Film Female Pleasure rückt unaufgeregt fünf Frauen verschiedener Kulturkreise ins Zentrum, die ihre Erfahrungen von (sexueller) Selbstbestimmung teilen. Er zeigt ihr Ringen um körperliche Integrität und ihr Engagement, den religiösen und kulturellen Normen ihrer Gemeinschaften ein positives Bild von Sexualität und Weiblichkeit entgegenzusetzen.

Wir wollen wissen: Weshalb kontrollieren und normieren Religionen den weiblichen Körper überhaupt? Von welchen religiösen Normen reden wir hier – und in welchen Formen halten Normen und Kontrolle bis heute an? Lassen sich auch förderliche Denkmuster in Religionen finden, um für eine selbstbestimmte Körperlichkeit einzutreten? Oder ist das ein Widerspruch in sich?

Beginn
Donnerstag, 12. November 2020, 19 Uhr

Ende
Donnerstag, 12. November 2020, 22 Uhr

Ort
St. Anna-Kapelle

Lageplan

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Referent/innen, Mitwirkende
Barbara Miller, Amira Hafner-Al Jabaji

Leitung
Friederike Rass und Senata Wagner

Kosten
Kollekte